FAQ2026-07-27T15:44:29+01:00

FAQ | Allgemeine Fragen

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Industriefotografie.

Die Inhalte basieren auf unseren Erfahrungen aus der Praxis und sollen Unternehmen bei der Planung und Durchführung fotografischer Projekte Orientierung geben. Sollten darüber hinaus Fragen offenbleiben, beantworten wir diese selbstverständlich gerne persönlich.

Ben Isselstein

E-Mail: office@benisselstein.com

Wie tragen professionelle Unternehmensfotos zu Vertrieb, Marketing und Recruiting bei?2026-08-31T15:26:12+01:00

Professionelle Unternehmensfotos schaffen Vertrauen

Professionelle Unternehmensfotos initiieren Vertrauen, noch bevor ein persönliches Gespräch stattfindet. Sie machen sichtbar, mit welchem Anspruch ein Unternehmen arbeitet, und beeinflussen damit die Wahrnehmung von Qualität, Kompetenz und Zuverlässigkeit. Sie sind deshalb kein dekoratives Beiwerk, sondern ein zentrales Werkzeug der Unternehmenskommunikation.

Im Vertrieb unterstützen gute Bilder dabei, komplexe Produkte und Leistungen verständlich und überzeugend darzustellen und schaffen einen ersten Zugang für Neukunden.

Im Marketing stärken wiedererkennbare Bildwelten die Marke über alle Kanäle hinweg – von der Website über Broschüren bis zu LinkedIn, Instagram oder Messeständen.

Im Recruiting entscheiden Bewerber häufig innerhalb weniger Sekunden, ob ein Unternehmen interessant für sie wirkt. Bilder transportieren nicht nur Informationen, sondern auch Kompetenz, Präzision und Haltung. Noch bevor ein Interessent einen Text liest, entsteht über Fotos ein erster Eindruck davon, wie professionell ein Unternehmen arbeitet.

Lohnt sich professionelle Industriefotografie wirtschaftlich?2026-08-31T16:42:45+01:00

Professionelle Industriefotografie lohnt sich in jedem Fall, auch wirtschaftlich. Es lohnt sich aus demselben Grund, aus dem es für ein Unternehmen sinnvoll ist, ein höherwertiges, verlässlicheres und teureres Produkt zu erwerben: Die Investition ist kalkulierbar, das Risiko eines Ausfalls nicht.

Die Kosten für einen professionellen Fotografen stehen von Anfang an fest. Die Kosten einer misslungenen Aufnahme hingegen sind kaum vorhersehbar, insbesondere wenn die Aufnahmen nicht wiederholbar sind.

Ich habe in meiner beruflichen Karriere weit über 1.300 Jobs sicher, vollständig und zur Zufriedenheit meiner Kunden abgeliefert.

„Wenn Sie zweifeln, ob sich eine professionelle Arbeit lohnt, versuchen Sie es doch mal mit einer unprofessionellen.“

Wie lange muss die Produktion still stehen, wie lange werden die Mitarbeiter eingebunden?2026-07-28T14:11:51+01:00

Die Produktion steht möglichst gar nicht still.

Ein versierter Industriefotograf wird die Produktionsausfälle so klein wie eben möglich halten – ein weiteres Argument für einen Profi.

Wie ist der Ablauf eines Industriefotografie-Shootings von der Planung bis zur Umsetzung?2026-08-31T16:55:11+01:00

Das Shooting beginnt vor dem ersten Foto

Der Ablauf für ein gelungenes Fotoshooting erfordert Planung und Verständnis für das Produkt und die betrieblichen Gegebenheiten.
In einem Vorgespräch legen wir die Ziele fest, was oder wer fotografiert werden sollte und mit welchem Ziel. Tonalität und Bildsprache werden besprochen, sowie die Begebenheiten und einzuhaltende Sicherheitsvorschriften.

Das Fotoshooting im laufenden Betrieb

Am Shootingtag selbst arbeiten wir dezent und möglichst ohne die Abläufe zu stören. Dabei werden die zuvor abgestimmten Motive systematisch umgesetzt.

Bildbearbeitung und Lieferung

Bevor Sie die fertigen Motive für Website, Social Media oder Print erhalten, geben Sie die Auswahl frei und wir beginnen mit der professionellen Postproduktion. Dabei werden die Bilder farbkorrigiert, retuschiert, zugeschnitten und für den jeweiligen Einsatzzweck optimiert.

Vorgespräch / Kostenabschätzung / Briefing / Shooting – Dauer je nach Motiven etc. / Bildauswahl / Retusche / Lieferung

Was kostet professionelle Industriefotografie?2026-09-01T14:29:55+01:00

Die Kosten für professionelle Industriefotografie sind abhängig von den Bedingungen, der Aufgabe und den Einsatzgebieten der Motive. Geht es nur um daily content auf Instagram, LinkedIn oder Service-Manuals, können die Aufnahmen Low Cost oder sogar selber erstellt werden. Sind die Motive für langfristige Anwendungen, Displays, die Website, Messen, Packaging etc., ist es eine gute Idee, diese Bilder professionell erstellen zu lassen.

Einfache Industriedokumentation beginnt mit einem Tagessatz von 800 € bis1.000 €, aufwendige oder exzellente, werbliche Industriefotografie mit Assistenz, hochwertigem Equipment und mobilem Fotostudio kann 2.500 € bis 3.000 € pro Tag kosten. Dazu kommen in beiden Fällen ggf. die Kosten für Datenhandling, Rohdatenkonvertierung, Bildbearbeitung und Retusche.
 
Es ist essentiell, den Zweck der Aufnahmen vor der Fixierung des Kostenrahmens zu klären, denn die Ersparnis, einen weniger qualifizierten Kollegen und qualitativ schwächere Aufnahmen für einen gewähnt eingeschränkten Einsatz zu buchen, wird bei weitem davon wettgemacht, so oft es geht hochwertig zu produzieren und das bestmögliche Motiv jederzeit sofort zur Hand zu haben.
Wie lassen sich komplexe technische Produkte und Maschinen verständlich fotografieren?2026-08-31T17:28:02+01:00

Technisches Verständnis ist unverzichtbar

Komplexe und erklärungsbedürftige technische Produkte abzubilden, gelingt durch eine sorgfältige Planung, Beratung und Vorbereitung des Shootings. Vor allem aber dadurch, dass die Fotografin oder der Fotograf selber versteht, was die Funktion oder Idee dessen ist, was sie oder er da vor der Kamera hat. Wir greifen auf einen großen Erfahrungsschatz, eine fundierte Ausbildung und viele technische und handwerkliche Möglichkeiten zurück.

Dabei vermitteln wir ein Verständnis für die Eigenschaften der Maschine oder des Produktes, durch die Wahl der passenden Perspektiven und der geeigneten Beleuchtung und sind so in der Lage, die Darstellung auf die wichtigen Aspekte zu bündeln.

Techniken

Wir fotografieren Produkte und Maschinen oft „auf einer virtuellen Bühne“ oder mit „entfesseltem Licht“, so stören wir die operativen Abläufe nur minimal. Es werden keine großen Sets aufgebaut und die Produkte können überall vor Ort ohne Transport fotografiert werden. Schon währenddessen – wie bei jedem Job – berücksichtigen wir alle Anforderungen der Retusche, Montage und Postproduktion. In der Postproduktion können wir dann auch Vorgänge visualisieren, die unter normalen Umständen nicht zugänglich sind

Können die Motive direkt bei uns vor Ort erstellt werden?2026-08-04T12:21:04+01:00

Ja, die Motive können, in vielen Fällen müssen sie vor Ort erstellt werden und in beinahe allen Fällen sollten sie sogar vor Ort erstellt werden! Es sei denn natürlich, Produkte sollen an ihrem Einsatzort fotografiert werden.

Der praktische Grund:

Maschinen, Anlagen und Gebäude lassen sich schlecht transportieren.

Der Kostengrund:

Es ist beinahe immer teurer, Mitarbeiter aus dem operativen Geschäft freizustellen, Produkte zu versenden und dann über Distanz mit Zeitversatz zu kommunizieren, als den Fotografen oder die Fotografin anreisen zu lassen.

Der ästhetische Grund:

Ein Produkt lebt in seinem Umfeld. Ein Kettenfahrzeug z.B. kann man sicher abstrakt im Fotostudio abbilden, aber Impact gewinnt das Motiv, wenn das Fahrzeug in seinem Biotop fotografiert wird. Die Vorstellung des Betrachters, wie sich das Produkt in seine Umgebung fügt, ist unbedingt wichtig.

Ob in der Produktion, in der Lagerhalle oder on location:

Wir haben das Mobile Fotostudio, das das Arbeiten an beliebigen Orten ermöglicht. Und sollte der Transport des Produktes unmöglich sein, können wir es auch dort abbilden, wo es nie gewesen ist.

Das können wir europaweit.

Welche Faktoren beeinflussen die Kosten für professionelle Industriefotografie?2026-08-04T12:07:12+01:00

Industriefotografie ist ein sehr weites Feld, deswegen gibt es auch viele Einflussfaktoren. Grundsätzlich ist relevant, welches und wie viel Equipment eingesetzt werden muss, wie groß das Team ist, das an der Produktion der gewünschten Aufnahmen arbeitet und wie groß der Aufwand in der Postproduktion ist.

Typische Einflussfaktoren sind:

  • Vorbereitungsaufwand
  • Eingesetztes Equipment
  • Sicherheitslevel [Reinraum, Arbeitssicherheit, Schmutz]
  • Teamgröße und Zielsetzung der Ergebnisse [Dokumentation, Werbung]
  • Zeitrahmen, Zeitaufwand
  • Notwendige Postproduktion, Retusche
  • Wetter, Tageszeit, Jahreszeit

Die Hubaktion eines Anlagenbauteils auf 45 Meter Höhe mit 8 Kameras in einer hybriden Foto- und Filmproduktion zu dokumentieren, ist mit einem Drei-Mann-Team wesentlich aufwendiger, als ein einfacher Drohnenflug über die Niederlassung bei Sonnenaufgang.

Wie lange dauert die Produktion von Industriefotos und wie viel Zeit muss unser Unternehmen bis zum fertigen Motiv einplanen?2026-08-31T18:07:11+01:00

Die Dauer vom Fotoshooting bis zur Bereitstellung der fertigen Motive einer Produktion kann sehr unterschiedlich sein und ist hauptsächlich abhängig davon, wie komplex und aufwendig die Postproduktion der Bilder ist.

Eine Dokumentation ist meist in wenigen Tagen fertig – manchmal auch schneller, „über Nacht“, wenn das sein muss. Eine Reihe von Motiven mit aufwendiger Retusche, Entfesseltem Licht oder eine hybride Produktion inklusive Videofootage dauern der Natur der Sache zufolge etwas länger.

In der Regel liegt die Dauer der Postproduktion zwischen 2 Tagen und zwei Wochen.

Wie werden Arbeitsschutz, Sicherheitsvorschriften und laufende Produktionsprozesse bei einem Industriefotografie-Shooting berücksichtigt?2026-08-04T11:59:00+01:00

Sicherheit und die laufende Produktion gehen vor – immer!

Bevor wir Ideen und Möglichkeiten entwickeln, ein gewünschtes Motiv zu realisieren, klären wir die Randbedingungen.
Dazu gehören Arbeitsschutz, Sicherheitsbestimmungen, Produktionsbedingungen, Produktionsroutinen und Besonderheiten des Motivs.

Wir haben jahrzehntelange Erfahrung in sehr unterschiedlichen Produktionsumgebungen und Forschungseinrichtungen: Windkanal, Schmiede, Steinbrüche mit Sprengungen, Baustellen jeder Art, Steiger auf 100 Meter Höhe, Schwertransporte, Lebensmittelproduktion, Goldabscheidung, Schwerlastkrane und Reinraum – vermutlich ist diese Aufzählung nicht einmal vollständig. Wir verfügen über die übliche Sicherheitsbekleidung: Helme, Sicherheitsschuhe, Gehörschutz, Sicherheitsbrillen, Handschuhe, Warnkleidung und Funk. Dennoch ist jede Umgebung individuell und wir sprechen die wichtigen Punkte jeweils mit der Produktionsleitung und den Sicherheitsbeauftragten ab.

Kann ein Industriefotografie-Shooting während der laufenden Produktion stattfinden?2026-08-04T11:56:33+01:00

Ja. Die meisten Industriefotografie-Shootings *müssen* während des laufenden Betriebes stattfinden, denn genau diese Prozesse, genau dieser authentische Arbeitsalltag soll ja gezeigt werden. Viele der zeigenswerten und interessanten Vorgänge sind nur im regulären Betrieb zu sehen.

Ein guter und erfahrener Industriefotograf wird Wege finden, eine Fotoproduktion oder einen Filmdreh möglichst während und die laufende Produktion begleitend stattfinden zu lassen. Kein Fotografenhonorar ist so hoch, wie die Kosten für Ausfallzeiten oder Produktionsverzüge. Niemand will das!

Manche Motive scheinen auf den ersten Blick unmöglich, weil sie z.B. in einer geschlossenen Maschine stattfinden oder in Schutzbereichen. Mit genügend Kniffen, Tricks, Equipment und Können in der Bildbearbeitung lassen sich jedoch in der Regel auch solche Motive umsetzen.

Das Ziel ist immer dasselbe, ein erfahrener Industriefotograf arbeitet während des laufenden Betriebes, möglichst ohne die Produktivität zu beeinträchtigen.

Welche Bildformate benötigen Unternehmen für Website, Social Media und Print2026-09-01T16:23:43+01:00

Natürlich geht es in dieser Frage nicht wirklich um die fachlichen Details, sondern darum, ob unsere Kunden am Ende eines Auftrages die Motive so bekommen, dass sie sie flexibel für die Webseite und genauso für den Druck verwenden können.

Ja, kriegen sie, können sie. Alles.

Aber für die „Nerds“, die es wirklich wissen wollen und die auch wissen wollen, ob wir es wissen, hier die Antwort auf die wörtlich genommene Frage.

Der Begriff „Bildformat“ meint die Bemaßung einer Bilddatei in Pixelkantenlängen oder Seitenverhältnissen, also z.B. 1920 x 1080, Full HD oder 16/9. Die Dateigröße meint das Datenvolumen der Datei oder deren Pixelanzahl, also z.B. 61 Megapixel oder 260 Megabyte.

Dateiformate hingegen sind die Dateitypen, in denen z.B. eine Bilddatei gespeichert wird, also JPG, TIFF, PSD, PNG, EPS, PDF und so weiter. Dazu kommen die kamera- und herstellerspezifischen Speicherformate von Kamera-Roh-Dateien CR2, ARW, IIQ, DNG usw.

Bildgröße ist nicht gleich Bildgröße: Dass die jeweiligen Kameras diese Bildgrößen ausgeben, heißt noch nicht, dass die jeweilige Bildgröße nativ für den Sensor ist und dass die Qualität der Objektive diese Dateigrößen auch rechtfertigt und nutzt. Viele Smartphones leisten das nicht, weil die Objektive, die Sensoren und die interne Bildverarbeitung bei weitem nicht an jene der professionellen Kameras heranreichen. Das Gleiche gilt für Consumer-Drohnen, die oft minderwertige Objektive nutzen und deren Bilddaten deutliche Artefakte und eine mangelhafte Detailwiedergabe zeigen. 48 Megapixel aus einer Kleindrohne sind also lange nicht das Gleiche wie aus einer professionellen Kleinbildkamera mit hochwertigem Objektiv.

Bildformate sind grundsätzlich beliebig, aber einige haben sich doch über die standardisierten Anwendungen etabliert:

  • 810 x 1080 Pixel für die Feeds von Instagram und LinkedIn, vieles andere ist möglich, wird aber beschnitten oder ins Format skaliert.
  • 1920 x 1280 Pixel / Full HD ist das klassische Screen-Format, indem auch Streaming, DVD oder Websites angelegt werden.
  • 3840 x 1920 Pixel / 4K ist das Format, in dem inzwischen die meisten Kameras und Drohnen filmen können. Manche professionelle Filmkameras liefern auch 5,6 oder sogar 8 K bei höherer Farbtiefe und Framerate. Für die meisten Anwendungen in der Unternehmenskommunikation sind 4 K / 10 bit aber völlig ausreichend.
  • 4032 x 3024 [12 Megapixel] schafft ein gutes Smart-Phone, 5760 x 3840 [24 MP] oder 6.720 × 4.480 [30 MP] ist die Pixelgröße von Canon-, Sony-, Nikon- oder Leica-Kameras im mittleren Profi-Segment.
  • 9500 x 6300 [61 Megapixel] ist die Sensorgröße unserer Sony-Kameras.
  • 14204 x 10652 [150 MP] ist die Bildgröße unseres Phase-One IQ4-150 -Sensors – das größte und beste, was es z.Zt. in der bildmäßigen Fotografie gibt.
Welche Dateiformate benötigen Unternehmen für Website, Social Media und Print?2026-09-01T15:31:12+01:00

JPGs und TIFFs. Oder PNGs, wenn’s transparent sein soll. Bekommen Sie von uns alles!

Und hier ist die fachlich-ausführliche Antwort:

Dateiformate sind die Dateitypen, in denen z.B. eine Bilddatei gespeichert wird, also JPG, TIFF, PSD, PNG, EPS, PDF und so weiter. Dazu kommen die kamera- und herstellerspezifischen Speicherformate von Kamera-Roh-Dateien CR2, ARW, IIQ, DNG usw. Bildformate hingegen meinen Pixelkantenlängen oder Seitenverhältnisse also 1920×1080, Full HD oder 16/9. Die Dateigröße hingegen meint das Datenvolumen der Datei oder deren Pixelanzahl, also z.B. 61 Megapixel oder 260 Megabyte. Die Dateiformate, in denen man eine Bilddatei speichern kann, haben verschiedene Charakteristika und eignen sich daher für unterschiedliche Zwecke.

Die drei wichtigsten:

JPG ist ein komprimiertes Dateiformat, das einerseits kleine Dateigrößen ermöglicht, aber bei jedem Speichervorgang abhängig vom eingestellten Kompressionsgrad Bildartefakte produziert. Die Bildqualität im geringsten Kompressionsgrad [beste Qualität] nach einmaliger Speicherung ist im allgemeinen visuell nicht von einer unkomprimierten Datei zu unterscheiden. Bei niedriger Speicherqualität oder mehrfacher Speicherung im Zuge von Bearbeitungen lässt die Bildqualität deutlich nach. JPG ist also wegen seiner geringen Dateigröße ein für Online-Anwendungen prädestiniertes Format, nicht aber für Bildbearbeitungen und mehrfaches Speichern.
Von JPGs kann man in modernen Druckereien auch drucken, weil das Datenformat problemlos von den RIPs interpretiert werden kann. Die meisten Kameras können JPG als Ausgabeformat liefern, das ist aber wegen der Kompressionsverluste nur zur schnellen Vorschau sinnvoll.

TIFF ist ein klassisches, unkomprimiertes Format, das neben 8 bit auch in 16 bit Farbtiefe und in verschiedenen Farbmodi [RGB, CMYK, Sonderfarben etc.] gespeichert werden kann. TIFF ist ein universales, aber sehr datenintensives Format, das auch das Mitspeichern von Ebenen und Kanälen zulässt, was die Dateigröße jedoch explodieren lässt. TIFF kann man machen, braucht aber niemand mehr unbedingt.

PSD ist das Format, in dem Bearbeitungsdateien für Adobe Photoshop verlustfrei, aber dennoch in der Dateigröße zusammengefasst [nicht komprimiert], gespeichert werden. Dieser Dateityp speichert Ebenen, Einstellungsebenen, Kanäle, Pfade, Transparenzen, Farbeinstellungen, Smart-Ebenen in allen möglichen Farbmodi, Farbtiefen und Presets zur Darstellung und Ausgabe. Von PSD aus kommt man via Photoshop quasi überall hin. PSD-Dateien lassen sich auch von manchen anderen Bildbearbeitungs-Programmen z.B. Affinity öffnen.

Camera-RAW-Formate wie ARW, IIQ, DNG, CR3 oder AXF sind Dateiformate, die vom jeweiligen Kameraprozessor aus den Sensordaten der jeweiligen Kamera geschrieben werden, um dann weiter interpretiert zu werden. Diese Formate sind herstellerspezifisch und nicht universal lesbar. Sie müssen in Capture One Pro, Camera Raw, Lightroom, Affinity oder ähnlichen Programmen konvertiert [entwickelt] werden. Da diese Daten den größten Dynamikumfang, die größte Farbtiefe, die größte Auflösung und die wenigsten bis keine Kompressionsverluste haben, ist es unbedingt sinnvoll, dieses Format von der Kamera oder Drohne mit ausgeben zu lassen und die Feinarbeit an den Motiven mit diesen Formaten zu beginnen.

Welche Nutzungsrechte erhält unser Unternehmen an den erstellten Industriefotografien?2026-09-01T15:33:06+01:00

Sie erhalten bei mir absolute Flexibilität und Transparenz.

Die Vergabe der Nutzungsrechte für Ihre Industriefotos wird individuell vereinbart und vertraglich festgehalten. In der Regel integriere ich die umfassenden Rechte [zeitlich, räumlich, medial unbegrenzt, ohne Weitergabe und Verkauf] in meinen Tagessatz. Das heißt, sobald der Job erledigt und bezahlt ist, können Sie die Motive nach Gutdünken für ihre Kommunikation einsetzen.

So haben beide Seiten Planungssicherheit und es gibt keinen Ärger und keine Folgekosten.

Was muss bei Mitarbeiterfotos, zu Datenschutz und Einwilligungen beachtet werden?2026-09-01T16:53:56+01:00

Um rechtliche Grauzonen und damit viel Unbill zu vermeiden, sollte vor einem Shooting mit ihren Kollegen genau geklärt werden, wie die Fotos genutzt werden dürfen. Und das beinhaltet auch ein eventuelles Ausscheiden eines Mitarbeiters aus dem Unternehmen zu bedenken. Es ist zu klären, wie, wozu und unter welchen Bedingungen die Fotos über welchem Zeitraum genutzt werden dürfen.

Wir stellen Ihnen gern vorab ein Muster einer Einwilligungserklärung zur Verfügung.

Was ist der Unterschied zwischen Industriefotografie, Produktfotografie und Businessfotorafie?2026-08-10T14:40:44+01:00

Industriefotografie, Produktfotografie und Businessfotografie sind unterschiedliche Genres, ergänzen sich jedoch in der bildmäßigen Unternehmenskommunikation.

Industriefotografie zeigt industrielle Prozesse, Produktionsanlagen, Maschinen, Fertigungsabläufe und die Menschen, die damit arbeiten. Sie visualisiert die Technik.

Produktfotografie bildet Produkte ab, konzentriert, idealisiert, überhöht, sodass der Betrachter, der dieses Produkt noch nie gesehen hat, eine Vorstellung von Ausmaßen, Formen, Materialien, Funktion, aber auch der Wertigkeit des Produktes bekommt.

Businessfotografie konzentriert sich auf die Menschen und das Unternehmen selbst. Dazu gehören Mitarbeiterporträts, Managementfotos, Bilder von Arbeitsplätzen, Unternehmensstandorten oder der Zusammenarbeit im Team. Sie vermittelt die Persönlichkeit des Unternehmens und der Menschen hinter der den Kulissen.

Die Übergänge dieser Spezialisierungen sind fließend. Ein Maschinenbauunternehmen benötigt beispielsweise Bilder seiner Fertigung, seiner Produkte und seiner Mitarbeitenden, um Kunden, Bewerbern und Geschäftspartnern ein vollständiges Bild des Unternehmens zu vermitteln.

Wir decken daher all diese Bereiche ab, sodass wir, neben der reinen Industriefotografie, Produkte on Location, aber auch Mitarbeiter in der Fertigung fotografieren können.

Welche Leistungen bietest du an?2026-09-01T15:51:01+01:00

Ben Isselstein und sein Team aus Spezialisten decken das komplette Spektrum der bildmäßigen Unternehmenskommunikation ab. Produkte, Mitarbeiter, Prozesse, Maschinen, Anlagen, Produktionsstätten, Fahrzeuge, Werkzeuge für Print, Video, Display, Online und für Soziale Medien. Ben Isselstein produziert deutschlandweit, europaweit und weltweit – bislang weit über 1.200 Projekte in 17 Ländern.

Was ist ein Black Shot?2026-09-01T15:54:19+01:00

„Black Shot“ oder auch „Entfesseltes Licht“ ist eine erlesene Technik verschiedener fotografischer Genres und Techniken. Bei dieser Technik wird ganz gezielt mit Licht gearbeitet, so dass Bildbereiche betont werden, Akzente gesetzt werden, Details sichtbar gemacht werden oder auch Oberflächen charakterisiert werden können.

Manchmal sind die Objekte vor der Kamera so groß, dass man gar nicht genug Licht installieren kann, um sie komplett auszuleuchten.

Voraussetzung für diese Technik ist meist ein unbewegtes Objekt: Architektur, Räume, Maschinen, Fahrzeuge und Produkte bis hin in den Makrobereich, manchmal auch Landschaften.

Die Ergebnisse können sehr subtil, aber auch sehr spektakulär daherkommen. Mit unserem Equipment können wir solche Black Shots auch bei Tageslicht herstellen.

Neugierig – dann finden Sie hier mehr.

Sind Drohnenaufnahmen überall möglich?2026-08-10T14:32:04+01:00

Grundsätzlich sind Drohnenaufnahmen über öffentlichem Grund und jedem Privatgelände [mit Zustimmung des Eigners, Mieters oder Pächters] erlaubt, aber es gibt im Drohnenrecht übergeordnete Regelungen, die die Persönlichkeitsrechte oder den Schutz von Infrastruktur betreffen.

Hier ist eine einfache und nicht vollständige Übersicht, die dazu da ist, ein Bewusstsein für den rechtlichen Rahmen zu schaffen.

So ist das Fliegen von Kameradrohnen, in der Nähe von Wohngebieten oder im städtischen Umfeld nur mit Zustimmung der Anwohner/Anrainer und ggf. des Ordnungsamtes gestattet. Zu Verkehrswegen, Autobahnen, Bundesstraßen, schiffbaren Wasserwegen, Eisenbahnlinien und Flugplätzen muss jeweils ein definierter Abstand gewahrt werden.

Regierungsgebäude, Justizvollzugsanstalten, Krankenhäuser, Kraftwerke, Häfen, Bahnhöfe, Naturschutzgebiete etc. sind Tabu oder dürfen nur mit Sondererlaubnissen beflogen werden. Auch zu diesen Orten müssen jeweils gesetzlich vorgegebene Mindestabstände eingehalten werden.

Grundsätzlich gilt ein Nachtflugverbot von einer halben Stunde nach Sonnenuntergang bis zu einer halben Stunde vor Sonnenaufgang.

Die Drohne muss für den Piloten immer sichtbar sein, Nebel und Wolken fallen also per se aus.
Das Fliegen über Menschenansammlungen ist nur mit besonderer Fluglizenz und besonderer Erlaubnis gestattet.

Das alles gilt übrigens völlig unabhängig von der Drohnengröße und es ist ein gefährliches Missverständnis, dass man mit den allerkleinsten Drohnen alles darf. Ein Pilot, der also nachts entlang der Rheinkniebrücke auf den nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf zufliegt, macht sich ziemlich sicher in mehrerlei Hinsicht strafbar.
Genauso Radfahrer, die sich auf der Landstraße fahrend von der eigenen Kleindrohne verfolgen lassen oder auf dem Radweg über eine Eisenbahnlinie hinweg oder unter einer Überlandleitung her.

Man muss die eigene Drohne zu jedem Zeitpunkt ihres Fluges sehen und zu jedem Zeitpunkt eingreifen können!

Was genau die jeweiligen Bedingungen und Regelungen sind, können wir anhand von Boden- und Luftraumkarten schnell klären und natürlich kennen wir die Risiken und die exakte Gesetzeslage.

Aber wie schon eingangs gesagt:
Überall dort, wo man überhaupt nur fliegen darf, erhalten wir aufgrund unserer Pilotenlizenzen auch die Erlaubnis!

Wann ist CGI sinnvoller, als ein Fotoshooting?2026-09-01T16:00:17+01:00

Das Kürzel CGI [Computer Generated Imaging] meint alle nativ am Computer generierten Bilder, also z.B. eine Visualisierung aus Konstruktionsdaten. Das kann eine einfache technische Illustration sein oder ein fotorealistisches Rendering inklusive korrekter Materialoberflächen, Lichtführung, Einspiegelungen und Reflexionen. Dazu braucht der Operator einiges an Erfahrung und spezielle Programme – ein CAD-Programm kann das nicht.

CGI ist immer dann sinnvoll, wenn sich Motive nicht oder noch nicht fotografieren lassen. Wenn Produkte noch in der Entwicklung stecken und bislang nur als CAD-Konstruktion existieren oder Einblicke gezeigt werden sollen, die technisch nicht gezeigt werden können.
Auch könnte man Kosten sparen, wenn sich Produkte an unterschiedlichen Fertigungsorten der Welt befinden und trotzdem alle gleich abgebildet werden sollen. Produktrendering in Serie, so haben wir bereits eine komplette Produktrange effizient und konsistent durch 3D Visualisierung gerendert.

Die Fotografie hat ihrerseits jedoch Vorzüge und muss nicht mit CGI konkurrieren, die beiden Verfahren können sich ergänzen. Welche Lösung die bessere ist, sollte im Einzelfall besprochen werden.

Für welche Anwendungen können die Fotos genutzt werden?2026-09-01T16:02:21+01:00

Meine Bilder können in der Regel für alle denkbaren Anwendungen – Print, Video, Display, Online und für Social Media – genutzt werden, denn ich arbeite immer mit hochauflösenden Kameras, die ohne Schwierigkeiten Vergrößerungen und Ausschnitte erlauben. Bei extremen Formatwünschen, Superpanoramen und gleichzeitiger Verwendung im Querformat und Hochformat ist es eine gute Idee das vorher abzusprechen, denn bei Dokumentationen und Videofootage erfordert das jeweils eine zweite Aufnahme.

Die „kleine“ Kamera liefert dabei über 60 Megapixel und die „Dicke“ über 150 Megapixel – das reicht bei weitem für Banner, 20 Meter breite Plakate, Trailer-Plots und Superpanoramen.

Wie viel Zeit muss man für Planung und Durchführung eines Shootings einplanen?2026-08-25T14:56:34+01:00

Generell ist das Shooting selber schnell geplant, begrenzend sind die äußeren Bedingungen:
Wieviele Menschen sind involviert und wann stehen diese zur Verfügung? Wann finden die für das Shooting relevanten Prozesse statt und wann können die zu fotografierenden Maschinen oder Produkte bereitgestellt werden? Sind wir abhängig von Wetter oder anderen Unwägbarkeiten? Brauchen wir spezielle Ausrüstung, Hebebühnen, Verdunklungen, muss etwas gereinigt werden oder stehen in der gleichen Halle Maschinen oder Produkte, die der Geheimhaltung unterliegen und [noch] nicht abgebildet werden dürfen? Brauchen wir für ein Shooting on location Genehmigungen von Dritten?

Es gibt aber auch ganz einfach zu organisierende Shootings: Die Hubaktion z.B. für den 120-Tonnen-Behälter startet am 09. April um 11:00 h in Breisach/Breisgau, wir brauchen Foto- und Videofootage, hier sind die Überflugerlaubnis. Den Rest machen wir dann schon mit dem Richtmeister.

Welche Kriterien sollte ein Unternehmen bei der Auswahl eines Industriefotografen beachten?2026-09-01T16:08:35+01:00

Industriefotograf-Auswahlkriterien – Die 5 wichtigsten Kriterien für Unternehmen

Ein guter Industriefotograf bietet technisches Verständnis, Erfahrung in industriellen Arbeitsumgebungen, fotografisch handwerkliches Können und organisatorische Flexibilität. Ein aussagekräftiges Portfolio zeigt, ob eine Fotografin oder ein Fotograf diese Anforderungen in der Praxis beherrscht.

Technisches Verständnis ist unverzichtbar

Eine gute Industriefotografin oder ein guter Industriefotograf muss verstehen, was fotografiert wird und wie die Dinge funktionieren. Nur wer Produktionsprozesse, Maschinen und technische Abläufe nachvollziehen kann, findet die richtigen Perspektiven, erkennt entscheidende Momente und setzt die relevanten Akzente.

Physik, Mathematik und Technik sind dabei keine Nebensache, sondern eine wichtige Grundlage für überzeugende Industriefotografie.

Erfahrung unter realen Industriebedingungen

Industriefotografie findet selten unter Studiobedingungen statt. Fotografiert wird dann und dort, wo produziert, montiert oder gebaut wird.
Eine nächtliche Zeitrafferaufnahme mit Arbeitsbeginn um 02:00 Uhr, eine Pistenraupe auf dem Gletscher bei -15 °C oder eine Autobahnbaustelle auf Sizilien bei 40 °C im Schatten – allerdings ohne Schatten – gehören ebenso zum Arbeitsalltag wie lange Anfahrten und kurze Zeitfenster für die Aufnahmen.

Solche Erfahrungen sollten sich im Portfolio eines Industriefotografen wiederfinden.

Breites fotografisches und technisches Know-how

Industriefotografie ist eines der vielseitigsten fotografischen Genres. Deshalb muss ein Industriefotograf sehr unterschiedliche fotografische Techniken beherrschen: Dauerlicht, Tageslicht, Blitzlicht, entfesseltes Licht, arbeiten mit Strom-Generatoren oder großen Powerbanks, Zeitraffer [Timelapses], Video, Mittelformatkamera, Action-Cam, WLAN on Set, Tethered Shooting, Drohne, Handgimbal, Hochstativ und vieles mehr.

Nicht jede Technik kommt bei jedem Auftrag zum Einsatz. Entscheidend ist, dass sie verfügbar ist und beherrscht wird, wenn sie gebraucht wird.

Vielseitigkeit bei sehr unterschiedlichen Motiven

Ein Industriefotograf muss eine hohe Varianz an Aufnahmeanforderungen beherrschen, denn Industriefotografie skaliert ihre Motive wie kein anderes Genre der Fotografie, Das reicht von makroskopischen, lasergeätzten Oberflächen, über Werkzeuge, Mitarbeiterportraits und 120-Tonner bis zu ganzen Industrieanlagen und Landschaften.

Das Portfolio zeigt die tatsächliche Qualität

Industriefotografie ist ein eher seltenes Spezialgebiet. Es gibt vergleichsweise wenige Fotografinnen und Fotografen, die sich auf industrielle Motive konzentrieren. Die Industriefotografie ist daher ein Stiefkind der Kamerahersteller. Deshalb müssen Industriefotografinnen und -fotografen häufig eigene Lösungen entwickeln, sich flexibel auf sehr unterschiedliche Anforderungen einstellen und ihre Techniken flexibel und sicher im Griff haben.

Varianz und sauberes Handwerk kann man am Portfolio sehen.

Kurz gesagt: Wer einen Industriefotografen auswählt, sollte nicht nur auf einzelne Referenzbilder achten, sondern auf nachweisbare Erfahrung in Industrieunternehmen, technisches Verständnis, eine fotografische Linie innerhalb eines Projektes, den sicheren Umgang mit sehr unterschiedlichen Aufnahmesituationen und ein Portfolio, das diese Kompetenz überzeugend belegt.

Welche Vorteile bietet professionelle Industriefotografie gegenüber KI-Bildern und Stockfotos? Anders – KI Bilder, Stockfotos oder professionelle Fotografie – was ist die beste Lösung?2026-09-01T16:15:39+01:00

Industriefotografie – die bessere Wahl?

Professionelle Industriefotografie zeigt die Wirklichkeit Ihres Unternehmens. Ihre Mitarbeitenden, ihre Maschinen, ihre Produkte und ihre Produktionsprozesse. KI-Bilder und Stockfotos können für Illustrationen oder Ideenentwicklung sinnvoll sein, sobald es jedoch um Glaubwürdigkeit, Individualität und eine authentische Unternehmenskommunikation geht, sind eigene Fotografien die bessere Wahl.

Professionelle Industriefotografie zeigt reale Situationen

KI-generierte Bilder können aufmerksamkeitsstark sein, was sie aber sicher nicht sind: KI-Bilder sind nicht spezifisch! KI kombiniert trainiertes, allgemeines und durchschnittliches Wissen zu neuen Bildern und spekuliert die Situation und deren Elemente, egal wie genau die jeweiligen Vorlagen und Prompts sind. KI formuliert wahrscheinliche Ideale, keine realen Situationen.

Professionelle Industriefotografie dokumentiert reale Arbeitsabläufe, echte Produktionsprozesse, echte Menschen mit echten Bilddetails. Genau das schafft Vertrauen – bei Kunden, Bewerberinnen und Bewerbern sowie Geschäftspartnern.

Stockfotos sind austauschbar

Stockfotos zeigen Motive, die für möglichst viele Käufer attraktiv sind. Sie können hochwertig sein, bleiben aber allgemein. Dasselbe Bild kann idR. gleichzeitig auf den Websites, Messewänden oder in der Werbung verschiedener Unternehmen verwendet werden.

KI-Bilder stoßen schnell an Ihre Grenzen

KI-generierte Motive sind in ihrer Bildgröße noch sehr beschränkt. Ein Bild, das sich online als Leitmotiv etabliert hat, wird es aufgrund seiner limitierten Pixelmaße nicht als Display auf die Messe oder ins Foyer schaffen.

Die Generierung von Motiven mithilfe von KI ist verführerisch, denn KI liefert schnell Ergebnisse, vermeintlich ohne viel Aufwand. Mit bewusster, zielgerichteter, belastbarer und nachhaltiger visueller Entwicklungsarbeit hat das wenig zu tun.

KI-Motive müssen ab/seit August 2026 in jeder Veröffentlichung im Bild gut sichtbar als solche gekennzeichnet sein*. Wie glaubwürdig wirkt das dann im Statement eines Unternehmens zur Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit oder im Recruiting? Wenn man ein fiktives Bächlein im üppigen Sommerwald abbilden möchte, ist ein KI-Motiv fein, sobald das Motiv aber eine glaubhafte Referenz darstellen soll, wird KI fragwürdig und gefährlich. Ähnlich fragwürdig dürfte ein KI-Bild von zufriedenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wirken.

KI-Bilder und Stockfotos können ergänzen. Hochwertige Industriefotografie zeigt jedoch, was Ihr Unternehmen tatsächlich ausmacht, zielgerichtet, spezifisch, glaubwürdig, und unverwechselbar.

*u.a. wenn sie gewerblich genutzt werden und den Betrachter/die Betrachterin täuschen könnten. Genaueres gibt es auf der Website der Europäischen Union im „Verhaltenskodex für die Transparenz von KI-generierten Inhalten“ oder bei den IHKs.

Welche Motive sollten Industrieunternehmen professionell fotografieren lassen?2026-08-04T15:06:49+01:00

All jene Motive sollten unbedingt professionell fotografiert sein, die für die Außendarstellung eines Unternehmens stehen oder Vertrauen begründen sollen. Dazu gehören insbesondere Produktfotos, Prozessfotos, Mitarbeiterfotos, Fotos, die die Produktion visualisieren sowie Bilder der Unternehmensstandorte und der Fertigung.

Die Bildsprache eines Unternehmens sollte konsistent mit dem Charakter des Unternehmens sein. Sie sollte dem Kunden oder Geschäftspartner dieselbe Qualität vermitteln, wie die Produkte oder Dienstleistungen des Unternehmens.
Bilder transportieren nicht nur Informationen, sondern auch Kompetenz, Präzision und Haltung. Daher sollten Fotos und Videos genauso professionell und stilsicher sein, wie die Produkte und die Geschäftsbeziehung.

Die bildmäßige Kommunikation ist in der Lage, sachliche Informationen ästhetisch zu framen, das bedeutet, sie ist in der Lage – wenn sie gut ist –, durch handwerkliche und gestalterische Qualität und Wahl der Bildparameter das Niveau zu bestimmen, auf dem diese Kommunikation stattfindet und für den Betrachter entsprechende Anker für die weitere Beschäftigung mit diesem Unternehmen zu setzen.

Spontane Aufnahmen haben selbstverständlich ihren Platz; ein Selfie von der Messe, ein Schnappschuss bei der Auslieferung einer Anlage oder Eindrücke vom Betriebssportfest wirken oft gerade deshalb authentisch, weil sie nicht inszeniert sind. Solche Motive sollten sogar spontane, selbstgemachte Fotos sein.

Anders verhält es sich bei allen Bildern, die dauerhaft auf der Website, in Broschüren, Präsentationen, Presseunterlagen oder im Recruiting eingesetzt werden. Produktfotografie, Industriefotografie, Prozessfotografie und Mitarbeiterporträts sollten professionell umgesetzt werden. Sie prägen das Erscheinungsbild eines Unternehmens über viele Jahre.

Ein Vorstand hält eine wichtige Präsentation oder Keynote schließlich auch nicht im Trainingsanzug. Genauso sollten die Bilder eines Industrieunternehmens den Anspruch widerspiegeln, mit dem das Unternehmen arbeitet.

Produktfotos, Prozessfotos, Mitarbeiterfotos, Fotos, die die Produktivität visualisieren – all jene Bilder sollten unbedingt professionell erstellt sein.

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