Natürlich geht es in dieser Frage nicht wirklich um die fachlichen Details, sondern darum, ob unsere Kunden am Ende eines Auftrages die Motive so bekommen, dass sie sie flexibel für die Webseite und genauso für den Druck verwenden können.
Ja, kriegen sie, können sie. Alles.
Aber für die „Nerds“, die es wirklich wissen wollen und die auch wissen wollen, ob wir es wissen, hier die Antwort auf die wörtlich genommene Frage.
Der Begriff „Bildformat“ meint die Bemaßung einer Bilddatei in Pixelkantenlängen oder Seitenverhältnissen, also z.B. 1920 x 1080, Full HD oder 16/9. Die Dateigröße meint das Datenvolumen der Datei oder deren Pixelanzahl, also z.B. 61 Megapixel oder 260 Megabyte.
Dateiformate hingegen sind die Dateitypen, in denen z.B. eine Bilddatei gespeichert wird, also JPG, TIFF, PSD, PNG, EPS, PDF und so weiter. Dazu kommen die kamera- und herstellerspezifischen Speicherformate von Kamera-Roh-Dateien CR2, ARW, IIQ, DNG usw.
Bildgröße ist nicht gleich Bildgröße: Dass die jeweiligen Kameras diese Bildgrößen ausgeben, heißt noch nicht, dass die jeweilige Bildgröße nativ für den Sensor ist und dass die Qualität der Objektive diese Dateigrößen auch rechtfertigt und nutzt. Viele Smartphones leisten das nicht, weil die Objektive, die Sensoren und die interne Bildverarbeitung bei weitem nicht an jene der professionellen Kameras heranreichen. Das gleiche gilt für Consumer-Drohnen, die oft minderwertige Objektive nutzen und deren internes Processing der Bilddaten deutliche Artefakte und eine mangelhafte Detailwiedergabe, besonders in den Bildrandbereichen hat. 48 Megapixel aus einer Kleindrohne sind also lange nicht dasgleiche wie aus einer professionellen Kleinbildkamera mit hochwertigem Objektiv.
Bildformate sind grundsätzlich beliebig, aber einige haben sich doch über die standardisierte Anwendungen etabliert:
- 810 x 1080 Pixel für die Feeds von Instagram und LinkedIn, vieles andere ist möglich, wird aber beschnitten oder ins Format skaliert.
- 1920 x 1280 Pixel / Full HD ist das klassische Screen-Format, indem auch Streaming, DVD oder Websites angelegt werden.
- 3840 x 1920 Pixel / 4K ist das Format, in dem inzwischen die meisten Kameras und Drohnen filmen können. Manche professionelle Filmkameras liefern auch 5,6 oder sogar 8 K bei höherer Farbtiefe und Framerate. Für die meisten Anwendungen in der Unternehmenskommunikation sind 4 K / 10 bit aber völlig ausreichend.
- 4032 x 3024 [12 Megapixel] schafft ein gutes Smart-Phone, 5760 x 3840 [24 MP] oder 6.720 × 4.480 [30 MP] ist die Pixelgröße von Canon-, Sony-, Nikon- oder Leica-Kameras im mittleren Profi-Segment.
- 9500 x 6300 [61 Megapixel] ist die Sensorgröße unserer Sony-Kameras.
- 14204 x 10652 [150 MP] ist die Bildgröße unseres Phase-One IQ4-150 -Sensors – das größte und beste, was es z.Zt. in der bildmäßigen Fotografie gibt.