JPGs und TIFFs. Oder PNGs, wenn’s transparent sein soll. Bekommen Sie von uns alles!

Und hier ist die fachlich-ausführliche Antwort:

Dateiformate sind die Dateitypen, in denen z.B. eine Bilddatei gespeichert wird, also JPG, TIFF, PSD, PNG, EPS, PDF und so weiter. Dazu kommen die kamera- und herstellerspezifischen Speicherformate von Kamera-Roh-Dateien CR2, ARW, IIQ, DNG usw. Bildformate hingegen meinen Pixelkantenlängen oder Seitenverhältnisse also 1920×1080, Full HD oder 16/9. Die Dateigröße hingegen meint das Datenvolumen der Datei oder deren Pixelanzahl, also z.B. 61 Megapixel oder 260 Megabyte. Die Dateiformate, in denen man eine Bilddatei speichern kann, haben verschiedene Charakteristika und eignen sich daher für unterschiedliche Zwecke.

Die drei wichtigsten:

JPG ist ein komprimiertes Dateiformat, das einerseits kleine Dateigrößen ermöglicht, aber bei jedem Speichervorgang abhängig vom eingestellten Kompressionsgrad Bildartefakte produziert. Die Bildqualität im geringsten Kompressinsgrad [beste Qualität] nach einmaliger Speicherung ist im allgemeinen visuell nicht von einer unkomprimierten Datei zu unterscheiden. Bei niedriger Speicherqualität oder mehrfacher Speicherung im Zuge von Bearbeitungen lässt die Bildqualität deutlich nach. JPG ist also wegen seiner geringen Dateigröße ein für Online-Anwendungen prädestiniertes Format, nicht aber für Bildbearbeitungen und mehrfaches Speichern.
Von JPGs kann man in modernen Druckereien auch drucken, weil das Datenformat problemlos von den RIPs interpretiert werden kann. Die meisten Kameras können JPG als Ausgabeformat liefern, das ist aber wegen der Kompressionsverluste nur zur schnellen Vorschau sinnvoll.

TIFF ist ein klassisches, unkomprimiertes Format, das neben 8 bit auch in 16 bit Farbtiefe und in verschiedenen Farbmodi [RGB, CMYK, Sonderfarben etc.] gespeichert werden kann. TIFF ist ein universales, aber sehr datenintensives Format, das auch das Mitspeichern von Ebenen und Kanälen zulässt, was die Dateigröße jedoch explodieren lässt. TIFF kann man machen, braucht aber niemand mehr unbedingt.

PSD ist das Format, in dem Bearbeitungsdateien für Adobe Photoshop verlustfrei, aber dennoch in der Dateigröße zusammengefasst [nicht komprimiert], gespeichert werden. Dieser Dateityp speichert Ebenen, Einstellungsebenen, Kanäle, Pfade, Transparenzen, Farbeinstellungen, Smart-Ebenen in allen möglichen Farbmodi, Farbtiefen und Presets zur Darstellung und Ausgabe. Von PSD aus kommt man via Photoshop quasi überall hin. PSD-Dateien lassen sich auch von manchen anderen Bildbearbeitungs-Programmen z.B. Affinity öffnen.

Camera-RAW-Formate wie ARW, IIQ, DNG, CR3 oder AXF sind Dateiformate, die vom jeweiligen Kameraprozessor aus den Sensordaten der jeweiligen Kamera geschrieben werden, um dann weiter interpretiert zu werden. Diese Formate sind herstellerspezifisch und nicht universal lesbar. Sie müssen in Capture One Pro, Camera Raw, Lightroom, Affinity oder ähnlichen Programmen konvertiert [entwickelt] werden. Da diese Daten den größten Dynamikumfang, die größte Farbtiefe, die größte Auflösung und die wenigsten bis keine Kompressionsverluste haben, ist es unbedingt sinnvoll, dieses Format von der Kamera oder Drohne mit ausgeben zu lassen und die Feinarbeit an den Motiven mit diesen Formaten zu beginnen.